Verschnürungen von Tauben-Füßen

Verschnürungen sind ein großes Problem für Stadttauben und eine direkte Folge ihres täglichen Überlebenskampfes. Auf der ständigen Suche nach Nahrung durchstreifen sie den Boden. Dabei bleiben feine Fäden, Haare oder Schnüre, die der Mensch (teilweise) achtlos hinterlässt, an ihren empfindlichen Füßen haften. Ihre Hautstruktur begünstigt, dass sich diese Fasern immer fester um die Zehen wickeln.
Die Einschnürungen schneiden immer tiefer ins Fleisch, behindern die Durchblutung und verursachen große Schmerzen. Die Taube kann sich kaum noch richtig bewegen, doch der Hunger zwingt sie, weiterzulaufen – trotz der wachsenden Wunden. Unbehandelt entzünden sich die betroffenen Gliedmaßen, das Gewebe stirbt ab, und schließlich verliert sie Zehen oder sogar ganze Füße.

Im Taubenschutz setzen wir uns für verletzte Tiere ein, indem wir sie einfangen und ihnen individuell je nach Schweregrad helfen. Leichte Verschnürungen lösen wir direkt, während schwerer betroffene Tauben zur weiteren Pflege mitgenommen und medizinisch versorgt werden. Sobald die Tiere keine Probleme mehr haben, werden sie an ihrem Fundort wieder entlassen.


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